Unsere Ahnen in Norddeutschland
hier : Die Schmidts aus Egestorf

Hinrich Schmidt mit Sohn (?)

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Auf dieser Seite :
1.Egestorf, das Ursprungsgebiet unseres Namens Schmidt
2. von "Schmidts" bemeierte Höfe im Kirchspiel Egestorf
3. Der Name Schmidt im Kirchenbuch von Egestorf
4.Die Wanderung der Schmidts in Richtung Hamburg
 


Kirchspiel Egestorf

(Ausführliches in der Chronik Egestorf der heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft Egestorf und Herrn Dr. Reineke, Salzhausen) 

in den ersten Aufzeichnungen nach dem Mittelalter tauchen "meine" Schmidts in Schätzendorf, Egestorf, Döhle und Sahrendorf auf
Dr. Reineke kommt in seiner Chronik von Egestorf zu dem Ergebnis, dass alle Höfe ursprünglich einmal zum Allod des Bischofs Amelung Billung (930-963) gehört haben und beim Vergleich mit den Erben Hermann Billungs beim Bistum (Verwaltung durch die Villikation Salzhausen und das Amt Rotenburg) blieben. Das Bistum aber, stets klamm bei Kasse, vergab Dörfer und Höfe an dienstleistende Verwaltungsleute und mitstreitende Ritter als Lehen. So an die Grafen v.Wölpe und V.Schwerin, die sie wiederum an „Afterlehnsnehmer" weitergaben.
Die Kirche bzw. die Lehensnehmer achteten darauf, dass immer fähige Leute die Höfe bewirtschafteten, damit genügend Einnahmen abfielen. Daher ist es auffällig, dass in diesen Dörfern häufiger die Besitzer der Höfe durch "Bemeierung" wechselten (der alte Bauer wurde abgemeiert und ein neuer mit dem Hof bemeiert). 2 von 3 nachfolgenden Vergehen galten schon als Grund für eine Abmeierung:

--- 2 Jahre selbstverschuldet keine Abgaben gezahlt bzw. zahlen können.
--- Nicht mindestens alle 7 Jahre alles „sädige" (Acker-) Land mit 8 Fudern Mist pro Morgen  gedüngt.
--- das Ackerland nicht ordentlich bearbeitet und verunkrautet lassen

so wie in Döhle auf der Zeichnung links muss man sich die frühe Anordnung der Höfe in den Dörfern vorstellen.

 

In vielen Dörfern des Kirchspiels Egestorf gab es Höfe, auf denen "Schmidts" aktiv waren :

Egestorf Nr. 2 - Smäs - Hof - Alte Dorfstraße 1

1563

Schmedes

Hanß - wird im Einwohnerverzeichnis des Fürstentums erwähnt

1627

Schmedt

Peter - wird im Kriegsschadensbericht erwähnt

1627

Voigt

Jürgen - ist Interimswirt

1665

Schmedt
oo 1658

Dirk (Diderich) aus Schätzendorf
Catharina Voigt aus Egestorf

1693

Schmidt
oo 1692

Jürgen (* 1659)
Engel Gellersen aus Sahrendorf

Jürgen Schmidt und Engel Gellersen verlassen den Hof
und Lütke Pohlmann aus Nindorf übernimmt ihn 1706 und vererbt den Besitz weiter.

Egestorf Nr. 3 - Witten - Hof - Alte Dorfstraße 3
Hof ist nach den ersten Besitzern "Witten" genannt.
Diese sind bereits 1565 erwähnt und bewirtschaften den Hof bis 1681

1682

Schmidt
oo 1675

Daniel aus Schätzendorf wird mit dem Hof bemeiert
Magdalena Rosemann aus Döhle (+ 1685)

Harms

Hans - ist Interimswirt

1703

Schmidt
oo 1703

Hinrich (Erbe) (* 1677 + 1731)
Dorothee Schmidt aus Schätzendorf (*1678 + 1740)

1731

Staacke

Jacob Heinrich heiratet die Witwe

1736

Schmidt
oo 1736

Daniel (Erbe) (* 1714)
Dor. Elisabeth Ahlers aus Salzhausen (* 1715)

Daniel Schmidt verläßt den Hof ( wird wahrscheinlich abgemeiert) und
Heinrich Nicolaus Bahlburg aus Egestorf übernimmt den Hof

 

Döhle Nr.1 - Smäs - Hof - Dorfstraße 40 

1540

Schmidt

Meyneke

1587

Schmidt

Hans (wird 1619 ermordet)

1619

Schmidt

Meyneke (+ 07.02.1653)

Schmidt

Menke (+ 04.07.1664)

Schmidt

Ludeke oo Engel (Bruder vom Menke)

1665

Schmidt
oo 25. p.Tri 1665

Menke (+ 1688)
Magdalena Witthoeft aus Döhle (* 1644)

1698

Schmidt
oo 20. p.Trin 1698

Christoph (* Jan 1675 + 01.03.1724)
Anna Margaretha Meyer aus Broke

1727

Schmidt
I. oo 1727
II. oo 1729

Baltasar Wilhelm (Erbe) (* 1699 + 1775)
Anna Marie Schröder (+ 1728)
Marie Sophie Lütchens aus Hoopte (*1706 + 1781)

1765

Schmidt
oo 1765

Johann Wilhelm (Erbe) (* 1734 + nicht in Döhle)
Dor. Magd. Holzmann aus Winsen/Aller (+ 1790)

Die Schmidts werden 1789 abgemeiert, den Hof übernimmt Lehrer Bucholz aus Oelstorf. Seine Nachkommen haben den Hof bis heute.

 

Sahrendorf Nr. 5 - Heins -Hof - im Sahrendorfe 13
zur Zeit der Namensgebung waren nur die Vornamen wichtig; daher wohl Heins-Hof

1540

Schmedes

Hein (= Hofnamensgeber)

1563

Schmedes

Hans (aus Einwohnerverzeichnis)

1580

Schmedes

Lüdeke

1629

Schmedes

Hein (aus Kriegsschadensregister)

1631

Gellersen

Lüdeke (Interimswirt)

1665

Schmidt
oo

Harm (+ 1673)
Margarethe Garbers

1674

Garbers
oo 1674

Jürgen aus Garlsdorf
Witwe Margarethe Schmidt geb. Garbers

Damit ist die Bemeierung des Hofes durch "Schmidt" beendet.

Nindorf Nr. 2 - Smäshoff

1307

Hofübernahme durch Wichmann

1450

Hofübernahme Ditmar

1472

Schmed

Lüdeke

1482

Schmed

Lüdeke II

1491

Smed

Dirik

1520

Smedes

Werneke

1540

Smedes

Michel

1548

Smedes

Lütke

1552

Peter Westermann als Hofverweser

1575

Smedt

Heine Smedt heiratet am 30.11.1575 NN Westermann und übernimmt den Hof

1607

Smedt

Hans Smedt übernimmt den Hof am 12.09.1607

1626

Peter Sellhorn heiratet die Smedt-Erbin und übernimmt am 06.08.1626 den Hof

Damit ist die Bemeierung des Hofes durch "Schmidt" beendet.

Die meisten "Schmidt" kommen zu Beginn der Hofbewirtschaftung in Schätzendorf vor :
(ausführliche Zusammenhänge siehe im Sippenbuch)  

Schätzendorf Nr. 1 - Lütens - Hof - Stemmbargsweg 6

1551



Schmedes



Hans jun. (gem. Einwohnerverzeichnis)
ist Sohn vom Beningenhof, auf dem der Erbe des Lütenhofs (Beningen-Hanß als Hanß Schmed sen.) als Bauer eingeheiratet hat, weil Hans Schmed noch zu jung zur Hofübernahme war

1586


Schmedt


Henneke, Sohn des Hans
auf dem Hof leben u.a. :
Geschwister Christoffer, Jürgen, Jochim, Leneke,Lisabeth, Gretke, und Hans Schmed vidua (Witwe), Peter Schmed

1627



Schmedt



Dirik (Dietrich) , Hennekes Sohn
Hausgenossen sind 1629 Diricks Frau Magdalena, Gesche, Cathrin, Peter
1654 nach Kriegsende : Frau Magdalena, Kinder Anke, Peter, Jürgen und Hans

1655

Schmidt
oo 1655

Jürgen (* 1630 * 1685)
Witwe Bruns aus Schätzendorf (+ 1694)

Kinder :
1. Catharina (* vor 1657) 2. Margaretha (* 1659)
3. Hinrich (* 1662) 4. Maria (* 1666)

1677

Bruns
oo 1677

Hinrich aus Schätzendorf
Catharina Schmidt (Erbin) (*1655 + 1715)

Damit endet die Bemeierung der "Schmidts".

  

Schätzendorf Nr. 5 - Beningen - Hof - Im Schätzendorfe 38

1513 - 1545

Smed II

Beneke
mit in Hausgemeinschaft der Sohn Peter

1545 - 1564

Schmidt

Hans sen. (eigentlich Hans Beneke vom Lütenhof)
also nicht der Sohn des Beneke Smed, aber für die Nachkommen der Ahn

1565 - 1586

Schmidt

Lüdeke, Hofverweser bis zur Volljährigkeit des Erben Peter nach dem Tod des Hans sen.

1586 - 1610

Schmidt

Peter; Sohn des Hans sen.
Hausgenossen sind : Altenteiler Lüdeke,
Geschwister Anke, Jürgen, Gesche und Elisabeth

1611

Kröger
oo

Carsten
Tochter des Peter Schmidt

Damit endet die Bemeierung der "Schmidts".

 

Schätzendorf Nr. 7 - Horn-Bur-Hof - Rahnstraat 3

1563

Schmidt

Peter (schon 1543 als Köthner erwähnt)

1573

Hartig

Henneke (Hofnamensgeber)

1611

Hartig

Peter

1632

Degen

Peter

1643

Schmidt

Hans

1673

Schmidt
oo 1673

Hans II (* 1644 + 1713)
Anna Sellhorn aus Nindorf (* 1645 + 1727)

1693

Dittmer
oo 1693

Peter aus Schätzendorf
Margarethe Schmidt (Erbin)

Damit endet die Bemeierung der "Schmidts".

Schätzendorf Nr. 8 - Widdes-Hof - Hämptstrat 4

1540 - 1611

Wittehoved, Degen

Jacob -- Peter, Degen

1611 - 1636

Schmidt

Hinrich

1636 - 1660

Schmidt

Cord (* ca. 1611)

1675 - 1702

Schmidt
oo1671

Hein (* 1645 + 1715)
Margarethe Rosemann aus Döhle

1702

Steincke
oo 1701

Peter (* 1665 auf den Steinkenhöfen)
Magdalena Schmidt (Erbin)

Damit endet die Bemeierung der "Schmidts".

 

 

 

 

Die Wanderung der Schmidts beginnt :

1703 heiratete Hinrich Schmidt aus Egestorf (Sohn des Daniel Schmidt in Schätzendorf 2) Dorothea Schmidt (Tochter des Hans Schmidt aus Schätzendorf 7) . Ihr letztes Kind Hans Christoph Schmidt (Zwillingsbruder des Johann Jürgen), geboren 1718, ging als Kuhhirte und Schäfer nach Raven. Dort wurden seine Söhne Jürgen Peter 1756 und Hans Christopher 1754 geboren. Was aus Hans Christopher geworden ist, war bisher nicht zu ermitteln. Jürgen Peter heiratete 1791 Anna Marg. Lüer aus Rolfsen. Von seinen 5 Kindern lebten nur Johann Christoph (*1799) und Jürgen Hinrich (*1803) länger. Jürgen Hinrich heiratete Anna Magd. Dorothea Wischof und blieb in Raven, Johann Christoph machte sich auf Wanderschaft und heiratete 1825 Anna Gesa Lübberstedt in Ochsenwerder (Hamburg).

Ochsenwärder -
war der letzte Zwischenstopp der Vorfahren von
"Heinrich Schmidt" im 19. Jahrhundert

Bereits 1142 wurde das heutige Ochsenwerder unter dem Namen "Ameneberg" erstmals urkundlich erwähnt. Zu der Zeit begann man mit der Eindeichung zum Schutz vor den Wassern der Elbe.
In der Anfangszeit der Besiedelung verursachten Sturmfluten starke Schäden und Verwüstungen an den neu eingedeichten Gebieten, die für den Grafen von Holstein - der damalige Landesherr - immmer mit Kosten verbunden waren. So kam es 1395 zum Verkauf des Ochsenwärders an die Stadt Hamburg.
Das größte Problem der Marschlande und somit auch Ochsenwärders war das Wasser. Seit der Eindeichung gab es immer wieder große Sturmfluten und Deichbrüche. Aufzeichnungen über die Folgen der Fluten in Ochsenwärder gibt es erst seit dem 17. Jahrhundert. In der Zeit, in der unsere Vorfahren in Kirchwerder und Ochsenwerder lebten gab es besonders schwere Sturmfluten in den Jahren 1825, 1855 und 1861. Immer wieder ertranken Menschen und Vieh, die Häuser wurden zerstört oder stark beschädigt und die Ernte wurde vernichtet. Es kam zu Nahrungsknappheit und Verschuldungen. Viele Familien mußten ihre Höfe und Katenstellen aufgeben. Vielleicht war auch das ein Grund dafür, dass die Schmidts weiterzogen.

Kaum zu glauben, was die Einwohner auf sich nahmen. Denn neben den häufigen Rückschlägen durch das Wasser wurde das Gebiet auch von Kriegen heimgesucht. Nach Beendigung des 30-jährigen Krieges, der mehr im Umfeld von Ochsenwerder stattfand, hausten bei seinem Ende, wie auch im Gebiet von Kaltenkirchen bis Segeberg, die Schweden auf den Bauernhöfen. 1806 bis 1814 folgte die "Franzosenzeit". Durch die großen Zahlen von Einquartierungen wurde das Land ausgebeutet und war zum Schluß sogar noch direktes Kampfgebiet.

Aber dies war wirtschaftlich gesehen die Zeit, in der die Vierlanden vom Getreideanbau zum Gemüseanbau wechselten. Und in diesem Erwerbsbereich sind noch heute einige in Ochsenwerder verbliebenen Schmidts tätig.

Einer der zahlreichen Kinder des Johann Christopher und Anna Gesa Lübberstedt - Johann Hinrich - heiratete 1854 in Ochsenwerder Anna Catharina Soltau. Ihr Sohn Heinrich (*1857) - mein Urgroßvater - ließ seine Brüder und Schwestern in Ochsenwerder zurück und zog weiter nach Rothenburgsort (Hamburg). Dort wurde mein Großvater Heinrich Wilh. Carl Joh. geboren - ebenfalls seine 3 Brüder und eine Schwester.
Von Hinrich Schmidt ab gibt es Fotos, mit denen ich die weiteren Generationen erläuteren werde.
(genauere Angaben zu Namen und Zeiten sind in meinen Ahnenlisten zu finden)

weiter mit Fotos und Text

 

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